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Mehrzweckhalle Ried

Mehrzweckhalle Ried bei Kerzers

Der Brückengedanke, Grundidee des Architekten, wird bei der Konstruktion konsequent weitergeführt, indem ein primäres Trägerpaar beidseitig auf den Nebenraumkörpern abgestützt wird. Der Saalbereich wird somit in die Längsrichtung frei überspannt. Die seitlichen Glasfronten sind nichttragend ausgebildet.

Zum Überspannen des Hallentrakts dienen zwei Fachwerkträger mit bis zu 4.5 m Höhe, die in die Längsfassaden integriert sind. Um die Verformungen dieser Fachwerkträger mit über 25 m Spannweite möglichst gering zu halten, wurden die Träger als Dreifeldträger ausgebildet. Zwischen die Primärträger sind vollwandige Brettschichtholzträger eingehängt, auf denen wiederum die vorgefertigten Deckenelemente ruhen. Damit die Fensterfronten bei den nicht zu vermeidenden vertikalen Verformungen der Tragkonstruktion keinen Schaden nehmen, sind diese aus der Ebene der Primärträger gerückt, autonom auf der Bodenplatte abgestellt sowie von der Dachkonstruktion mit einer luftdichten Dilatationsfuge getrennt.
Die Aussteifung des Gebäudes gegen horizontale Lasten (Wind und Erdbeben) erfolgt über die zu Scheiben vernagelten Beplankungen der Decken- und Wandelemente.

Baujahr:  2008
Bauherr:  Einwohnergemeinde Ried bei Kerzers
Architekt:  Christoph Gschwind, Architekt HTL, Basel
Holzbauer:  Hürzeler HolzbauAG, Magden
Unser Beitrag:  Tragwerksentwurf, statische Berechnung, Submission, Ausführungsplanung, Fachbauleitung